Die Ästhetik des Widerstands

PW_01Festival Peter Weiss*100

Die Ästhetik des Widerstands ist der Titel eines dreibändigen, um die 1000 Seiten umfassenden Romans von Peter Weiss. Das Werk stellt den Versuch dar, die historischen und gesellschaftlichen Erfahrungen und die ästhetischen und politischen Erkenntnisse der Arbeiterbewegung in den Jahren des Widerstands gegen den Faschismus zum Leben zu erwecken und weiterzugeben. Zentrale Figur ist ein durch den ganzen Roman namenlos bleibender, fiktiver deutscher Arbeiter und Widerstandskämpfer, den Weiss, wie er selbst bemerkte, mit seiner eigenen „Wunschbiographie“ versehen hat. Im Mittelpunkt des Romans  steht unter anderem die Frage, welche Rolle Kunst und Kultur als Nährboden für politischen Widerstand gegen totalitäre Systeme spielen können. Weiss schildert dazu nicht nur die Lebensbedingungen, unter denen Menschen mit Kunst in Berührung kamen. Er beschreibt auch, wie bestimmte Kunst den wenigen Menschen, die sich dem Faschismus widersetzten, Kraft und Orientierung vermitteln und das politische Bewusstsein schärfen konnte.  Im Herbst 2016 wäre der Autor, Bildende Künstler und Filmemacher Peter Weiss hundert Jahre alt geworden. Das HAU Hebbel am Ufer nimmt dies zum Anlass für ein interdisziplinäres Festival (28.09.-08.10.2016) , zu dem internationale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen eingeladen sind, sich mit dem Roman Die Ästhetik des Widerstands und den darin gestellten sozialen und politischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Für das Festival hat das HAU Hebbel am Ufer fünf internationale Theaterproduktionen in Auftrag gegeben. Darüber hinaus wird es ein Theorieforum, eine Lesung des Romans “Die Ästhetik des Widerstands“, ein Filmprogramm in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst sowie eine Ausstellung von Halil Altındere im n.b.k. geben. Gesamtprogramm/Kartenvorbestellung übers HAU.

 

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